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Wir wanderten in den 30er Jahren an Sonn- und Feiertagen mit Geschwistern, Eltern
und Grosseltern zum Kaiserberg und zur Monning.Oben auf dem Kaiserberg auf einer kleinen
Lichtung gab es das Vogelmaennchen, ein kleiner aelterer Mann,
dem die Voegel zuflogen und die Eichhoernchen folgten, um Futter aus
seinen Haenden zu fressen. Das Zuschauen war fuer uns Kinder ein Sonntagserlebnis. 1934 bekamen wir dann selbst die Moeglichkeit, wie ein Vogelmaennchen den Tieren ganz nahe zu sein. Ich erinnere mich an den ersten Besuch 1935 im neuen Aquarium oder 1936 als wir zum ersten mal im Leben einen Elefanten leibhaftig sehen konnten. In den folgenden 3 Jahren machten alle Schulklassen einmal im Jahr einen Ausflug zum Tierpark, bis zu Kriegsbeginn die Tiere evakuiert und die Anlage geschlossen wurde. 1946 setzten sich Duisburger Buerger fuer den Neubeginn ein. Die ersten Tiere wurden geliehen, so auch vom Muenchener Zoo. Das Aquarium wurde schoener denn je neu gebaut, so wie wir es heute kennen. Ein erster Elefant kam wieder.Daraus wurde bis heute eine Haremsfamilie mit 4 Elefantendamen und einem kraeftigen Bullen . Duisburger Freunde, genannt fuer viele hier Helmut Horten, der Duisburger Kaufmann, und unser verstorbener rotarischer Freund Franz Josef Weisweiler, Vorstand von Mannesmann, waren unmittelbar und als Katalysatoren eines Freundeskreises aktiv an der Ausweitung des Projektes beteiligt. Hierdurch wurde das moeglich, was wir heute kennen: ![]() 1958 wurde die Anlage fuer Pinguine und Robben durch Helmut Horten eingeweiht und die Expo-Bruecke von Bruessel übernommen. Sie verbindet Gelaende der Ostseite der Autobahn A 3 Duisburg/Oberhausen mit dem alten Gelaende und erweitert die Baumkultur, die vornehmlich aus Eichen, Rotbuchen und Spitz-Ahornen besteht. Mit dem Ziel, bedrohte Primatenarten durch Zucht zu erhalten, wurde 1962 das Affenhaus/Aequatorium gebaut. Diese groesste Anlage in Europa, hat internationale Bedeutung. Ich erinnere mich an Gespraeche mit Freund Weisweiler, wie mit viel Idealismus vor Ort in Afrika Erfahrungen ausgetauscht und erfolgreich Primaten fuer diese einzigartige Anlage ausgewaehlt wurden. Nicht nur Gorilla-Affen, auch Gorillafroesche fanden so den Wege nach Duisburg in die tierische neue Heimat. Auch weniger Exotik hat Raum in der Arche.1963 wurde die Zucht von arabischen Wuestenpferden aufgenommen. Eine Delphinvorfuehrung. In einem Tragluftzelt, so ein luftgeblasenes Objekt der neuen Technik des schnellen Bauens, wurden in Duisburg die ersten Flipper vorgeführt. Der Erfolg war dann der Ausloeser: 1967 war das Richtfest fuer das erste massive Delphinarium Europas. Unter der Leitung vom rotarischen Freund Gewalt, der die Direktion des Tierparkes und seine Ueberfuehrung in die Zukunft eines bedeutenden Zoos uebernommen hatte, wurden nach einer Expedition aus Kanada die ersten Belugas nach Duisburg gebracht. Für die vielen Besucher brauchte dieser Zoo auch ein soziales Ambiente. 1973 wurden die Zooterassen gebaut, mit Gastronomie und Gesellschaftsraeumen für Besucher des Zoos und Buerger der Stadt. Die Duisburger Societaet ist dort zuhause . Nachdem 1975 die Delphinfamilie durch Zuzug vom Orinoco vergroessert wurde gelang 1978 die erste Delphin-Geburt im Duisburger Delphinarium. Die Nachzucht seltener Tiere war und ist ein Ziel des jungen Zoos. Hierzu gehoert eine Schleichkatze aus Madagaskar, die Fossa. Aus der ersten Geburt in 1979 wurde eine weltweit anerkannte Zucht. Schlag auf Schlag ging es weiter: 1982 mit dem Gehege der Kodiak Baeren und einer Zooschule, zum 50 jaehrigen Jubilaeum 1984 mit einer Flughund- und Fledermauskuppel und 1985 mit der Einweihung des Raubtierhauses und seiner Freianlagen.
Eine "Run and Fun-Anlage" für afrikanische Wildhunde wurde 1988, eine Zuchtanlage fuer Nebelparder 1992 und eine Außenvoliere fuer die Pflege und Zucht der bedrohten indischen Bartaffen 1993 erstellt.
Nachdem 1994 die ersten Koalabaeren nach Duisburg kamen, wurde 1995 errstmals in Europa der erste Nachwuchs geboren. Drei junge Elefanten ziehen 1996 in das Gehege ein und die Giraffen und Lemuren erhalten eine neue Anlage. 1987 beginnen die Affen zu malen.2000 erhalten die Fossas eine eigene Zuchtstation. Der Zoo geht mit einem guten Ruf in das neue Jahrtausend und bekommt im Haupt- und Eingangsbereich ein neues Gesicht. In ihm leben aus 323 Tierarten 1.821 Tiere.
Der Duisburger Zoo ist eine gemeinnuetzige Aktiengesellschaft. 85% Aktien besitzt die Stadt Duisburg, 12% der Verein der Freunde des Duisburger Tierparks und 3% sind bei privaten Aktionaeren. Es ist ein mittelstaendisches Unternehmen mit 88 festen Mitarbeiterer und ca. 20 Teilzeit-Beschaeftigten.Dazu kommen 30 Mitarbeiter im Gastronomiebetriebe. Die Fuehrung liegt beim mit zwei Personen bestehenden Vorstand. Der Jahreshaushalt Personal, Futter, Energie und Sonstiges betraegt 15 Mio. DM. Pro Jahr werden rund 5000 Zentner Heu, 2.500 Zentner Stroh, 1.500 Zentner Fleisch und 2.000 Zentner Fisch verfuettert. Dazu kommen 50.000 Salatkoepfe, 8.000 Liter Milch viel Gruenfutter. Der Anteil der Futterkosten am Haushalt betraegt 800 000 DM. 70% des Haushaltes werden durch Einnahmen gedeckt und 30% durch einen Zuschuss der Stadt Duisburg. Der Duisburger Zoo hat einen sehr aktiven Foerderverein, der sich ueber jede steuerlich guenstige Spende freut und dafuer wertvolle Tier- und Sachspenden an den Zoo gibt. Jeder Buerger kann eine Tierpatenschaft uebernehmen und damit fuer seine Sache werben. Den Zoo besuchen mehr Menschen als alle Theater-, Konzert-, Sport- und Volkshochschulveranstaltungen in Duisburg zusammen? 1999 waren das 967 851. 392 682 davon besuchten auch das Delphinarium. 30% der Besucher kommen aus Duisburg, die anderen aus dem Umland bis zu 150 km Entfernung Fuer Besucher gibt es 3.500 PKW-Abstellplaetze im unmittelbaren Einzugsbereich. |